Solar-Investments mit Zukunft – die gibt es mit Sicherheit. Doch ob diese in Deutschland liegen sollten, darf bezweifelt werden. Hierzulande wird mit einem riesigen Aufwand die Stromerzeugung durch Photovoltaik propagiert, obwohl eigentlich jedem klar sein müsste, dass man damit allein die Kernenergie nicht ersetzen kann. Denn auch Solar-Investments mit Zukunft bringen nur dann Ertrag, wenn die Sonne scheint – und das ist höchstens tagsüber.

Das Dilemma der Stromindustrie

Damit wird das Dilemma der Stromindustrie deutlich: es ist vor allem das Speicherproblem, das alternative Energien behindert. Wenn man die Solarenergie nur dazu benutzt, um Wasser in einen höher gelegenen Stausee zu pumpen, damit man nachts auch „Solarstrom“ zur Verfügung hat, dann wird deutlich, dass hier eigentlich volkswirtschaftlicher Unsinn getrieben wird.

Zugegeben: ohne eine massive Förderung der Solarindustrie durch garantierte Abnahmepreise für Solarstrom wäre man heute noch nicht so weit. Aber das zeigt auch, dass die Energieprobleme eben nicht mehr allein in Deutschland gelöst werden können. Wenn Deutschland unter einer Wolkendecke verschwindet und dazu noch Windstille herrscht – wo soll dann der Strom herkommen?

Solar-Investments mit Zukunft – im Ausland?

Solar Investments

Da wäre es doch besser, die Photovoltaik dort einzusetzen, wo sie bessere Erträge bringt. Nehmen wir als Beispiel einer der Zwergstaaten der Eurozone, die Insel Malta im Mittelmeer. Dort haben wir gegenüber Deutschland die doppelte Sonnenscheindauer, mithin also den doppelten Stromertrag.  Da wäre es doch sinnvoll, dort Solarstrom zu erzeugen. Allerdings kann man den Strom dort eben nicht zu deutschen Preisen verkaufen. Preislich gesehen kann er noch immer nicht mit dem auf Malta in Ölkraftwerken erzeugten Strom konkurrieren. Trotzdem: dort könnte man mit einer wesentlich geringeren Förderung einen höheren Anteil erneuerbarer Energien erreichen.

Und die Sahara?

Noch größer wäre die Stromausbeute, wenn man die auf die Wüste Sahara entfallende Sonnenenergie in Strom umwandeln könnte. Aber die dazu überlegten Projekte stecken noch in den Kinderschuhen und sind noch nicht investitionsreif.

Bleibt also nur, wenn das eigene Dach schon bestückt ist, auf anderen Dächern in Deutschland, eventuell auch in Europa zu investieren. Entsprechende Möglichkeiten findet man auch hierzulande. Teilweise bieten Stadtwerke, Solartechnik-Anbieter und andere Investoren gut verzinsliche Zertifikate an, mit denen Solaranlagen in geeigneten Regionen Deutschlands finanziert werden. An der Börse werden diverse Fonds gehandelt, die im Bereich Photovoltaik investieren. Die Aktien der Solartechnik-Anbieter können gekauft werden, sind aber mittlerweile recht teuer.

Da lohnt sich durchaus auch der Blick über die Grenze, auch wenn man sich auf die Eurozone beschränkt, um keine Währungsrisiken einzugehen.

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